Mammographiescreening
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Neben anderen Ungereimtheiten wurden unter der letzten Gesundheitsministerin, Frau Ulla Schmidt, 3 extrem teure Vorsorgeuntersuchungen ( routinemäßige Koloskopie , Mammographiescreening und Hautkrebs-Screening) neu eingeführt,
deren Nutzen vorher in keinen ernsthaften Studien eindeutig nachgewiesen wurde.
Frau Schmidt verließ sich blind auf die von keinerlei Studien gestützte persönliche Meinung der einschlägig interessierten Fachleute. Wer nun gehofft hatte, dass wenigstens im Nachhinein der Nutzen dieser teuren Untersuchungen
nachgewiesen werden sollte, erlebte eine weitere Enttäuschung: Fehlanzeige!!
Während heutzutage sonst alles "Evaluiert", also in der Wirkung kontrolliert werden soll- selbst die Arztpraxen müssen Ihre Effizienz neuerdings aufwendig nachweisen- werden hier vielstellige Millionenbeträge unkontrolliert verpulvert, die anderswo viel dringender gebraucht würden.
Speziell beim Mammographiescreening wurde den Frauen eine erhebliche Wirksamkeit suggeriert, die so nicht stimmt. Über die Hälfte der Frauen glaubt irrtümlicherweise, dass durch das Mammographiescreening die Sterblichkeit um 50 % verringert würde. Dass jede Vorsorgeuntersuchung durch die Folgeuntersuchungen auch erheblichen
Schaden stiften kann, wussten hingegen nur 8 % der Frauen!
Eine Auswertung bisheriger Studien ergab, dass 2.000 Frauen 10 Jahre lang regelmäßig untersucht werden müssen, um 1 einzigen Todesfall zu verhindern. Das bedeutet eine NNT (Number Needed to Treat ODER Zahl von Personen, die behandelt werden müssen, damit eine Einzige davon profitiert) von 1 zu 20.000 , also Zwanzigtausend Frauen müssen jedes Jahr mammographiert
werden , um einen Todesfall zu vermeiden.
Zur Erinnerung: Medikamente werden bis zu einer NNT von maximal 200 zugelassen, darüberhinaus nie!
Die Schäden: 200 dieser 2.000 Frauen werden durch eine unklare Diagnose zeitweise in Angst und Schrecken versetzt, 6 davon unnöttig an der Brust operiert und bei 4 wird die Brust sogar unnötigerweise vollständig entfernt.
Die vielen Röntgenuntersuchungen bedeuten darüberhinaus eine gigantische Strahlenbelastung für die Bevölkerung.
Anders ausgedrückt: Ohne Mammographiescreening überleben 90,2 % der Frauen 10 Jahre, mit Mammographiescreening 90,25 % , also 0,5 Promille mehr. |