Reizblase
( = funktionelle Blasenstörungen ) Ursache Beschwerden Diagnose Therapie Vorbeugung Ursache Verkrampfung der Blasenmuskulatur, oft auch in Verbindung mit einer Funktionsstörung der sensorischen ( für die Empfindung) Nerven, also ein komplexes, erlerntes Geschehen, unbewusst und reflexartig ablaufend. Wegen der dabei empfundenen Beunruhigung tritt von Mal zu Mal eine
größere Erwartungsangst bzw. Furcht auf, die die Attacke in ungünstigen Fällen zunehmend auch bei ähnlichen, aber andersgearteten Situationen auslösen lässt. Beschwerden meist häufiger Harndrang, teils nur leicht, teils massiv, der im
Extremfall ein normales Leben wegen ständigem Toilettengang unmöglich machen kann. Gelegentlich stehen Brennen beim Wasserlassen, meist in Verbindung mit häufigem Harndrang im Vordergrund Selten kann das Wasserlassen erschwert sein; ähnlich wie beim
erschwerten Wasserlassen bei den häufigen Prostatabeschwerden. Diagnostik : Ganz wichtig ist der Ausschluss anderer Ursachen der Reizblase wie Harnwegsinfektion bei häufigen Harndrang oder Prostataerkrankung bei erschwertem
Wasserlassen. Hierzu kann der Urologe im Zweifelsfalle spezielle Untersuchungen, z.B. Messung des Blasendrucks etc beim Urinieren vornehmen. Bei älteren Frauen kann ein Vorfall ( v.a. Gebärmuttervorfall) ähnliche Beschwerden auslösen; hier hilft bei
Versagen der Beckenbodengymnastik meist noch die Operation . Trotz oft massiver Beschwerden ist die Reizblase glücklicherweise immer harmlos, phasenweise zwar über einige Wo bis Mon. verstärkt , gelegentlich auch schlimm, selten unerträglich ; klingt aber meist wieder ab . Therapie Versuch der Beruhigung mit dem Hinweis, dass diese Beschwerden lästig und unangenehm,aber harmlos sind und immer von selbst weggehen und in der Vergangenheit immer auch weggingen . Versuchen , sich nicht darüber aufzuregen oder gar hineinsteigern zu lassen , denn dann wird es schlimmer . Manchen Menschen ist mit dem Hinweis auf die Harmlosigkeit der Beschwerden schon ausreichend geholfen ! Von den Entspannungsübungen kann allenfalls die Muskelrelaxation nach Jacobson helfen Vorbeugende Therapie - Stress vermeiden bzw. zugrundeliegende Konflikte
erkennen und möglichst lösen - einige Monate lang beruhigende Medikamente , am besten auf pflanzlicher Basis , es gibt aber auch sehr gute und verträgliche chemische Mittel , die die Anfälle allerdings nicht sofort und komplett beseitigen, z.B, Amitriptylin!! Sie treten aber langsam seltener und schwächer auf und sind dann eher mit dem Verstand zu beherrschen - bei längerem Bestehen können auch Entspannungsverfahren wie Autogenes Training oder Muskelentspannung nach Jacobson die Beschwerden lindern.
- übermäßigen Alkohol- und Nikotingenus reduzieren - selten sind eingehendere Therapien wie Psychotherapie notwendig Ursache Beschwerden Diagnose Therapie Vorbeugung |