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Blutverdünnung     
 (= Antikoagulation)

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Antikoagulationstherapie ( Blutverdünnung)

( z.B. mit  Markumar, Marcuphen oder Sintrom )

Ratschläge für Marcumar oder Sintrom - Therapie

(Dieses Merkblatt gehört in den Marcumar-Ausweis)

 Erläuterung:

Marcumar und andere Kumarine wirken als Gegenmittel zum Vitamin K , d. h., sie verhindern dosisabhängig die Wirkung von Vitamin K.
Vitamin K ist jedoch in ausreichender Menge erforderlich, damit die Leber die Blutgerinnungsstoffe immer herstellen kann. Durch genaue Einstellung soll ein Gleichgewicht zwischen der Wirkung von Vitamin K und und dem Gegenspieler Marcumar hergestellt werden dergestalt, dass die Gerinnungsstofe weiterhin, aber in der gewünschten geringeren Menge hergestellt werden.

zwei Arten von Therapie :
   a. milde Einstellung , recht problemlos, Blutungsgefahr kaum       vergrößert , Blutkontrollen nach erfolgreicher Einstellung oft nur noch alle 4 - 6 Wo nötig

   b. nur bei künstlichen Herzklappen muß eine straffere Einstellung mit häufigeren Kontrollen vorgenommen werden

Laborkontrolle
Früher wurde die Wirksamkeit der Markumartherapie in der Einheit Quick
bestimmt.
Leider schwankt der Quickwert  aber stark, das heißt je nach Labor und auch bei jedem neu verwendeten Testsatz im gleichen Labor kommen korrekt bestimmte Werte vor, die trotzdem um bis zu einem Drittel (!) schwanken.
Diese Schwankungen machten früher die Markumar-Einstellung schwierig und ungenau.
Damit exakte Laborwerte ermittelt werden, werden die Quickwerte in allen Labors auf den INR-Wert (=International Normalized Ratio) umgerechnet, so dass diese problematischen Schwankungen der Normalwerte vermieden werden.
Seither kann die Einstellung viel genauer vorgenommen werden. Das Ergebnis davon ist, dass ich meine gut eingestellten Patienten im Durchschnitt nur noch alle  3-5 Wo einzubestellen brauche, während früher 3-4 Wochen die Regel waren.
 

Wichtige Hinweise:
1.  Gewissenhafte Einnahme der verordneten täglichen Dosis (siehe Paß).

2.  Keine Medikamente ohne ärztliche Anordnung , auch wenn sie nicht  rezeptpflichtig sind (z.B. Togal, Aspirin, andere Schmerz- und  Schlafmittel).

3. Ernährung:
Vitamin-K-haltige Nahrung, also vor allem Obst und Gemüse, in regelmäßigen Mengen essen, Nahrungsmittel mit hohem Gehanlt an Vitamin-K ganz vermeiden:

    Blumen- und Rosenkohl Spinat, Aocado,  Fenchel.  und Schweineleber ganz weglassen.

    Sonstige  Kohlsorten, Tomaten und Bohnen nur in  kleinen Mengen essen

4.  Bei längeren fieberhaften Erkrankungen muß der Arzt benachrichtigt  werden, der dann die Einstellung kontrolliert, ebenso bei längerer Bettruhe.

5.  Jedem Arzt und Zahnarzt vor Beginn der Behandlung den Gerinnungsausweis  vorlegen.

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Montag, 6. Februar 2012

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